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Alles muss man sel­ber machen las­sen

Alles muss man selber machen lassen

Con­tent-Mar­ke­ting kann jeder. Wirk­lich jeder. Aber warum machen es dann nicht alle? Und vor allem: Warum machen es dann nicht alle gut?

Demo­kra­tie ist eine gute Sache: Alle Macht liegt in der Hand des Vol­kes, und wer will, kann mit­ge­stal­ten und mit­re­den. Letz­te­res wird in den sozia­len Medien reich­lich getan: liken, chat­ten, pos­ten … Allein auf Face­book sind es im März 2016 täg­lich über eine Mil­li­arde (!) Bei­träge welt­weit. 27 Mil­lio­nen Men­schen betei­li­gen sich hier­zu­lande an den Social-Media-Dis­kus­sio­nen (Stand: Januar 2016) … wie gesagt: eigent­lich eine gute Sache. Nur was, wenn man nicht mit­re­det? Keine Zeit, keine Ahnung, keine Mei­nung. Kann man sich dem Trend ver­wei­gern? Zumal als Unter­neh­mung? Nein, nein und noch­mals nein. Kann man nicht – zumin­dest nicht, wenn man auch 2020 noch Kun­den für die eige­nen Pro­dukte begeis­tern will. Und der olym­pi­sche Gedanke „Dabei sein ist alles“ zählt hier schon gar nicht: Ziel­grup­pen­re­le­vant muss er sein, der Inhalt! Sonst ist es wie einst in Horn­berg – beim Schie­ßen für den her­zög­li­chen Besuch: viel Getöse und nichts pas­siert.

Wenn wir uns also einig sind, dass muss, was muss, dann bleibt die Frage: Wer macht’s? Die Ham­bur­ger Band Deich­kind singt dazu: „Ich sag euch: Alles muss man sel­ber machen las­sen. Do it yours­elf ist out, ich lass das jemand andern machen.“ Und „Je weni­ger du sel­ber machst, desto weni­ger machste och falsch.“ – Ist das der Zeit­geist? Anfang Mai 2016 for­dert Jan Böh­mer­mann (https://www.youtube.com/watch?v=x6FHJ1tlx3g ) seine Zuschauer auf, die Gags jetzt selbst zu schrei­ben, und zeit­gleich fragt der SPD-Vor­sit­zende Sig­mar Gabriel (http://www.welt.de/politik/deutschland/article155188497/So-scharf-weist-eine-Putzfrau-Sigmar-Gabriel-zurecht.html ) mit­ten im Umfra­ge­tief eine Ber­li­ner Putz­frau: „Was soll ich denn nun machen?“ Mit­be­stim­mung und Mit­ge­stal­tung allent­hal­ben.

Für die rich­tige Con­tent-Mar­ke­ting-Stra­te­gie bedeu­tet das:

a) Suchen Sie sich eine kom­pe­tente Con­tent-Agen­tur! Eine, die es kann.
b) Gestal­ten Sie mit! Über­ge­ben Sie nicht das Steuer an die Krea­ti­ven – aber las­sen Sie sie auf der Rück­bank mit der Karte in der Hand den bes­ten Weg suchen.
c) Bin­den Sie Ihre Ziel­gruppe ein! Sie wer­den lachen, wei­nen, wütend sein … aber immer viel erfah­ren.

„Denk mal dar­über nach, Alter. Gar nicht so schwer.“ (Deich­kind: Sel­ber machen las­sen)